Die Musik
Die Klänge einer akustischen Gitarre ertönen, eine Frauenstimme singt: "Very very close to heaven." Wir sehen eine Grossstadt in der Nacht. Ein Bus fährt über die Zürcher Hardbrücke, die Kamera schwenkt hinunter auf den Helsinki Klub. Dort singt Larissa gerade ihre zauberhaften Songs. Der Anfang von DER FREUND macht schon deutlich, welch hoher Stellenwert der Musik in diesem Film zukommt. Larissa wird gespielt von Emilie Welti. Als Sophie Hunger tritt die Musikerin nicht nur regelmässig im Helsinki Klub auf, sondern auch in Paris im Vorprogramm von Stefan Eicher, Berlin oder Prag.
Die junge Sängerin hat nicht nur mehrere Songs zum Film beigesteuert, sondern zusammen mit dem Filmmusiker Marcel Vaid auch den Soundtrack verfasst. Musik, die berührt und lange nachklingt. Schön, traurig, mysteriös.
Ergänzt wird diese Stimmung durch die Songs weiterer Bands, die zum Teil auch im Film auftreten: den Rock n'Roll des Aad Hollander Trio from Hell oder dem lauten Rock der 50ft Mama. Country-Musik bringen die Fingerpoke und The Blue Grass Boogiemen , ruhige Töne schlägt der Lausanner Songwriter Raphelson an.
Ein breites Spektrum an Stilen, die dennoch einem gemeinsamen Universum angehören: jenem vom Helsinki Klub, in dem fast alle diese Bands regelmässig auftreten. Das Aad Hollander Trio from Hell spielt sogar seit über drei Jahren jeden Sonntag dort. Der kleine Klub - es haben gerade Mal 100 Personen Platz - hat sich seit seiner Eröffnung im August 04 zu einem wichtigen Treffpunkt der kreativen Szene entwickelt. Und zu einer Bühne der Popmusik abseits vom Mainstream. Diese einmalige Atmosphäre wird nun im Film festgehalten, denn alle Konzert-Aufnahmen wurden im Helsinki Klub gedreht und die Songs zum Teil live dort eingespielt.
Da die Musik auch ohne die Filmbilder überzeugt, wird der Soundtrack auf CD erscheinen. Herausgegeben wird er vom jungen, aufstrebenden Lausanner Label Gentlemen Records (www.gentlemen.ch). Gleichzeitig wird der Eröffnungssong "Leaving the moon" von Sophie Hunger als Musikvideo lanciert.
